Bevor Sie jetzt denken: Naja, Katzen... wie gewöhnlich...
sehen Sie sich doch einfach mal unsere "außergewöhnliche" Katze Abeni
an...
Das hier ist unsere völlig normale EKH-Katze Kimmy:
Ich habe Kimmy im Mai 2007 beim Tierarzt "entdeckt".
Sie war erst 4 Wochen alt und kurz zuvor von einem Hund gebissen worden.
Kimmy wurde auf einem Bauernhof geboren, der Bauer hatte zuvor
Kimmy`s Geschwister von den Krähen töten lassen - Kimmy wurde von einer
Nachbarin gerettet.
Ca. 1 Jahr hat Kimmy bei uns gebraucht, um wieder Vertrauen zu den Menschen
aufzubauen.
Sie ist eine wunderbare Katze. Schmusig, gerecht und dankbar. Vor Fremden hat
sie immer noch Respekt.
Neben KIMMY liegt MARCIE:
Marcie haben wir ebenfalls als Notkätzchen aus dem Tierheim geholt.
Marcie wurde von ihren Menschen im Alter von 4 Wochen im Graben "entsorgt"...
Marcie ist -genau wie unsere anderen Katzen auch- außergewöhnlich lieb und
schmusig.
Streit oder zickerei gibt es unter unseren Katzen nicht. Vom Verhalten haben
sich
die Katzen einiges bei den Beagles abgeguckt. Sie setzen sich - wie
selbstverständlich- auf unseren Schoß
oder liegen mit uns auf dem Sofa. Gerne wird auch das Körbchen/Sofa mit den
Beagles geteilt.
Manchmal reicht auch nur eine Plastikschüssel, um glücklich zu sein!
Das ist Abeni - meine ganz große Liebe!!!
Eigentlich habe ich im Internet nur nach außergewöhnlichen Tieren gesucht.
Dabei habe ich sie gefunden.
Abeni war damals 3 Monate alt, als ich sie zum ersten Mal gesehen habe...
Doch so eine Nacktkatze muß man fühlen.
Sie fühlt sich wie ein warmer weicher Pfirsich an.
Außergewöhnlich und unbeschreiblich!
Eigentlich wollte ich die Nacktkatzen nur mal "in natura" sehen...
doch dabei ist es nicht geblieben:
2 Wochen später (schließlich musste ich meinen Mann erst überzeugen)
ist Abeni bei uns eingezogen.
Und nun möchte ich für die Nacktkatzen und deren Fans eine Lanze brechen:
Nacktkatzen (Canad.Sphynx od. Don Sphynx) werden oft
als Qualzuchten bezeichnet.
Richtig ist, dass einigen dieser Nacktkatzen schon
kurz nach der Geburt die Barthaare abbrechen.
Katzen ohne Barthaare werden immer wieder als "behindert" dargestellt.
Abeni ist (auch ohne Barthaare) ein absoluter Kletter- und Springkünstler.
Sie ist sogar wesentlich flinker als ihre Fell-Kolleginnen
(die Barthaare ohne Ende haben...).
Abeni sitzt zwar im Winter gerne auf der Heizung
- aber im Sommer liegt sie genau so gerne in der Sonne
(ohne einen Sonnenbrand zu bekommen).
Als Haustier kann ich mir kein genialeres Tier vorstellen.
Man sagt: Die Nacktkatzen wären eine Mischung aus Äffchen und Kleinkind
- dem kann ich nur zustimmen.
Meine ABENI ist und bleibt meine große Liebe - einfach anders, aber genial!
Und nun noch einige Impressionen meiner kleinen nackigen Supermaus:
Unser eingezäunter Katzenauslauf:
Spielstunde: Marcie und Abeni
Nacktkatzen schlafen auch anders... unsere zumindest:
Entweder unter unserem Pullover/T-shirt oder so:
mein Name ist Gwenni – ich bin so ziemlich die glücklichste Katze der Welt – warum?
Wenn Ihr etwas Zeit habt, erzähle ich es Euch gerne:
Damals, vor ca. 3 Jahren bin ich zwar in der Sonne – aber nicht auf der Sonnenseite des Lebens geboren. Meine
Mama war weich und kuschelig, sie hat uns immer aus ihrer Milchbar trinken lassen – aber wir waren ständig auf
der Flucht vor den Menschen. Eines Tages war alles ganz komisch: Wir wurden von bösen Menschen gefangen.
Mama schrie, jeder von uns wurde ziemlich unzärtlich angefasst - meine Geschwister und ich landeten in einem
Karton – es folgte eine holprige Autofahrt. Die fremden Männer schmissen den Karton mit uns darin aus dem
Auto. Ich glaub `ich hab `kurzfristig den Verstand verloren... und als ich aufwachte war meine Mama weg.
Da standen wir nun vor einem großen Tor – mitten in der Sonne ohne unsere Mama. Plötzlich ging das Tor auf,
ich sah ich in 4 große Augen. Diese 4 Augen gehörten zu den wohl zwei liebsten Katzenmenschen auf
Fuerteventura. Sie haben uns nämlich aufgenommen, uns ein weiches Körbchen gegeben und waren immer für
uns da: Nicola und Werner.
Ich hatte eine schöne Kindheit. Ich war immer satt. Wenn ich an meine Mama gedacht hab` und traurig war,
wurde ich getröstet. Es zogen immer neue Kinder in unseren großen Kindergarten. Viele haben mit mir gespielt –
aber leider sind auch einige einfach eingeschlafen und nie wieder aufgewacht. So gab es Tage, an denen ich die
Welt nicht mehr verstand.
Aber irgendwann begann auch für mich der Ernst des Lebens. Was für ein schöner sonniger Tag – einige von uns
durften einen Ausflug machen. Es war sehr aufregend, wir durften in einem Auto mitfahren – was unsere
Menschen sich nun wohl wieder für uns ausgedacht haben? So`n Mist – als es anfing, spannend zu werden,
piekste irgendwas am meinem Rücken.... und dann bin ich auch noch eingeschlafen. Also hab` ich wohl das beste
vom Tage verpasst. Naja, sowas kann auch nur wieder mir passieren. Aufgewacht bin ich wieder in meiner
vertrauten Umgebung. Ich hatte ein wenig Bauchschmerzen und irgendjemand hat mir doch tatsächlich ein halbes
Ohr geklaut. Unverschämtheit – wie soll ich mit einem halben Ohr nur „Fuertes next Top Cat“ werden??? Wäre
ich doch nur nicht in den Dornröschenschlaf gefallen...
Egal – wichtig ist nur, dass ich wieder Zuhause bin – bei Werner und Nicola.
Tag ein Tag aus passierte immer das gleiche. Wir bekamen etwas zu essen und zu trinken, wer Glück hatte, der
wurde geschmust – und hin und wieder wurden einige von uns in Boxen gepackt, weggefahren – und sie kamen
NIE wieder. So auch der Tag, an dem mein Bruder abgeholt wurde – für mich brach eine Welt zusammen. Warum
nur?? Warum nahmen sie ihn mir weg? Er kam nie wieder, ich habe mir Sorgen gemacht. Hat er vielleicht unsere
Mama gesucht? So verging Tag ein, Tag aus – einige von uns zogen aus – andere kamen hinzu.
Natürlich ging nicht immer alles friedlich zu. Wir haben hier auch schon mal ganz schön Streß. Schließlich sind
wir zeitweise 300 Bewohner in unserer WG. Wenn man sich mal in einen schicken Kater verliebt, wird der einem
auch noch von so`ner doofen Tussi vor der Nase weggeschnappt... aber noch schlimmer: Immer, wenn ich mich
verliebt habe, dann ist der junge Mann kurze Zeit später ausgezogen... und ich weiß immer noch nicht, wo sie
geblieben sind.
Eines Tages kam einer von uns zurück – aus welchen Gründen auch immer, ich weiß es nicht. Jedenfalls wissen
wir jetzt, wo die Reise für uns hingeht: Nach DEUTSCHLAND. Zwar sollte es dort oft viel kälter sein, aber wir
bekommen oftmals unsere eigenen Menschen, die wir nur mit ein ganz paar Mitbewohnern teilen müssen.
PUH – nun weiß ich: Jeder, der das Hobbiton verlässt, hat das große Los gezogen. Nun war die Spannung
natürlich noch größer: Wer war wohl der oder die nächste, die abgeholt wird?
Doch so sehr ich auch auf eine eigene Familie gehofft hatte: Ich war nie dabei.
Manchmal hatte ich das Gefühl, die anderen lachten schon über mich. Schließlich wurde ich immer älter – und
meine Fellfarbe... naja, die war auch nicht gerade besonders. Die anderen nannten mich immer „graue Maus“ –
ich zog mich immer mehr zurück. Tag ein Tag aus wartete ich ... aber mich wollte keiner.
Im Januar 2009 kam ein Auto mit 5 Personen angefahren.
Sie hatten ein großes schwarzes Monster dabei.
Wir waren alle sehr gespannt – was würde jetzt wohl passieren?
Werner und Nicola waren sehr aufgeregt. Doch scheinbar waren die 5 Menschen in friedlicher Mission unterwegs.
Sie besuchten uns – HURRA!!! Wir bekamen Besuch aus Deutschland. Alle 5 Menschen fielen über uns her – wir
wurden gekuschelt und betätschelt. Es gefiel uns.
Eure Gwenni (die Scarlett aus dem Hobbiton aus Fuerte)
Ich dachte nur: JETZT oder NIE!!! Ich hab`mir einen von den 5 Menschen ausgesucht: Sie hieß Christina. Mit
meinen scharfen Krallen habe ich mir ihr Hosenbein gekrallt, und bin an ihr hochgeklettert. Oben angekommen
habe ich gemerkt: Sie ist `ne ganz nette. Ich habe meinen Kopf auf ihre Schulter gepresst, und sie nicht mehr
losgelassen.
Währrend ich in Kurzform meine ganze Lebensgeschichte in ihr Ohr geschnurrt habe, waren die anderen 4
Menschen fleißig. Sie haben nämlich mit dem großen Monster (Menschen nennen es Filmkamera) einen Film
gedreht. Über unser Hobbiton. Werner hat viel erklärt – und die Miezen haben sich in Pose geworfen. Naja, habe
ich gedacht – was wird davon wohl übrig bleiben... ich war auf Christina`s Arm jedenfalls bestens aufgehoben.
Ich habe sie genossen. Nach einiger Zeit verabschiedeten sich die Menschen... „OH NEIN!! das kann nicht sein.
Soll das wirklich alles gewesen sein??? Ich will mit!!! Lass`mich nicht hier!“ mein weinen und betteln wurde
nicht erhört.
Plötzlich kam meine Christina zuück. Alle anderen Menschen saßen bereits im Auto – doch das schien sie nicht zu
stören. Sie sprach mit Werner – und als das Gespräch beendet war kam sie zu mir und sagte:“ Ich hole Dich am
Freitag ab.“
Ich konnte mein Glück nicht fassen. ICH??? Die Gwenni, die hier eigentlich Scarlett heißt (Südstaatenschönheit
haben sie zu mir gesagt – doch was nützt es, wenn keiner eine Südstaatenschönheit haben will???) Sie holt mich
ab? Sie nimmt mich mit? Ich konnte vor Aufregung nicht essen und nicht schlafen. Zwei Tage später kam sie
zurück. Es wurde wieder gefilmt – ich habe MEINE Christina sofort erkannt, lief zu ihr – und wir haben
gekuschelt. Beim Abschied sage sie zu mir: Übermorgen fliegen wir Zwei nach Hause.
Nun hatte ich noch genau 2 Tage im Hobbiton – 2 Tage, um mich von meinen liebgewonnen Freunden zu
verabschieden.
ENDLICH – es war soweit. Werner hat mich abgeholt – NUR MICH! Wir beide waren unterwegs zum Flughafen,
als es passierte. Ein Blitz, ein Donner in meinem Gehirn. Alles bebte – es ging mir sehr schlecht.
Als ich zu mir kam, befand ich mich in der Klinik auf Fuerteventura.
Mein neues Frauchen flog ohne mich nach Hause, für mich brach eine Welt zusammen. Ich zog wieder im
Hobbiton ein – aber ich gab`die Hoffnung nicht auf. Genau 18 Tage später bekam ich eine nette Flugpatin – sie
sollte mich nach Deutschland bringen. Die gleiche Procedur. Endlich: Ich saß im Flieger. Zusammen mit 9
Kollegen aus dem Hobbiton warteten wir auf das, was uns in unserer neuen Heimat erwartet.
Plötzlich hörten wir laute Stimmen – sehr unsanft wurden wir in unseren Transportboxen aus dem Flieger mitten
auf`s Rollfeld gesetzt. 6 von uns durften weiterfliegen – ich und zwei Kollegen saßen nun mutterseelenallein auf
dem schrecklich lauten und großen Rollfeld des Flughafens.
Zum Glück sah ich von weitem unseren Werner. Er hat uns abgeholt. Nun waren wir wieder auf dem Weg ins
Hobbiton.
Nach diesem zweiten mißglückten Ausreiseversuch hat keiner mehr gelacht – alle Kollegen im Hobbiton wissen:
Sowas kann jederzeit jedem von uns wieder passieren.
Die Liebe und das Band zwischen meinem Frauchen und mir wurden immer größer – 6 Tage später durfte ich
einen weiteren Ausreiseversuch starten.
YIPPIEEEH! Es hat geklappt. Ich habe keinen Krampfanfall bekommen, der Flugkapitän hat mich mitgenommen
– und in Nürnberg am Flughafen wartete Jürgen auf mich. Jürgen kannte ich natürlich schon länger – er war oft
bei uns im Hobbiton – und ich glaube ihn habe ich damals auch als letztes gesehen, bevor ich in den
Dornröschenschlaf gefallen bin. Vielleicht sollte ich ihn mal fragen, ob er mein halbes Ohr mitgenommen hat. Es
war sehr kalt und dunkel – wir fuhren in seinem Auto einen weiten Weg. Spät in der Nacht wurde ich noch
untersucht. Danach zog ich für ein paar Tage in mein Übergangswohnheim. Dort war es sehr schön. Aber an
meinem Ziel war ich noch nicht! Erst als Jürgen mich nach ein paar Tagen wieder abgeholt hat, kam ich meinem
Ziel näher. In Nürnberg traf Jürgen meinen neuen Papa: Hans-Peter.
Mit ihm bin ich 5 Stunden durch die Nacht gebraust. Irgendwann hielt er an – am Auto stand –ich traute meinen
Augen nicht: Meine Christina – Mein neues Frauchen.
Bevor ich MIAU sagen konnte, hat sie mich abgeknutscht. Dann gingen wir in ein großes Haus. Das sollte nun
mein neues Zuhause sein? TOLL! Wir gingen in einen großen Raum. Dort lagen viele kuschelige Decken und
Kissen. Sie nannten ihn Wohnzimmer. In diesem Wohnzimmer haben wir alle zusammen die Nacht verbracht.
Am nächsten Morgen sah alles ganz anders aus. Zwar schien hier nicht die Sonne – aber es war alles hell. So hell,
dass ich auch sehen konnte, wie grün hier alles ist.
Eine Tür blieb bisher verschlossen: Das Katzenzimmer. Meine Menschen hatten irgendwie wohl ein bisschen
Angst, dass es Zoff gibt... so`n Quatsch.
Ich bin doch Gwenni – und Gwenni macht keinen Zoff.
Die Tür ging auf – 6 Augen guckten mich erwartungsvoll an. Deutsche Katzen – und eine von ihnen sah sehr
komisch aus. Sie hatte kein Fell.
In unserer Katzensprache haben wir uns sofort verstanden. Sie waren der Meinung, mir kurz aus dem Weg gehen
zu müssen. Gut, dachte ich – geh`ich eben zu den Hunden. Denn schließlich wohnen hier auch noch 5 Beagles –
die fanden mich gleich toll. Ich hab`mich zu ihnen ins Körbchen gelegt.
Im weiteren Verlauf des Tages habe ich auch die Lieblingsplätze meiner neuen Kolleginnen ausprobiert. Zuerst
habe ich mit Marcie „Brüderschaft getrunken“, dann mit Kimmy – und ein paar Tage später hat auch Nackedei
Abeni mich akzeptiert.
Die Nächte habe ich –wenn ich nicht bei meinem kleinen Menschenfrauchen geschlafen habe- im Katzenzimmer
verbracht. Dort ist es schön. Wir können viel sehen, und durch eine Katzenklappe nach draußen in unseren
eingezäunten Auslauf.
Ich bin angekommen – in meinem eigenen, kleinen Paradies.
Dass es hier Freudentränen von meinem Frauchen gegeben hat, brauche ich nicht zu erwähnen – wir zwei wussten
schon auf Fuerte, dass wir zusammen gehören. Naja, sagen wir mal lieber: Ich wusste, dass ich zu ihr gehöre.
Hier haben wir echt `ne tierisch gemischte WG, denn außer uns Miezen und den Beagles wohnen hier noch
Leguan Cera, 9 Vögel, 4 Kaninchen, 2 Meerschweinchen und 8 Mäuse!
Und wenn die Dreharbeiten für „Hundkatzemaus“ nicht stattgefunden hätten, dann würde ich heute noch im
Hobbiton sitzen und warten. Ziemlich aussichtslos sogar, denn schließlich sehe ich so aus, wie jede 3. Katze
aussieht...
Mein Frauchen sagt: Farbe ist vergänglich. Bei der Auswahl eines Tieres sollte niemand nach der Farbe gehen.
Der Charakter bleibt – und er ist viel wichtiger als eine aufregende Farbe und das schönste Fell!!!
Ich danke meinem Frauchen, dass sie sich für mich entschieden hat – und ich wünsche all` den lieben Miezies, die
schon länger im Hobbiton auf einen eigenen Menschen warten das gleiche wie mir: EIN HAPPY END (mit
lebenslanger Schmusegarantie!!!)